Do. 13.02.20: Mindestens 300 Menschen bei DEMO München Marienplatz – Rettet Forst Kasten / Wählen Sie am 15.3. bitte Politiker, die den Wald erhalten!

Toller Kommentar in der SZ (14.02.2020) zu unserem Vorschlag ‚Flächentausch‘. Titel: KOMPLIZIERT, ABER MACHBAR. Zitat: „Zu Recht betont das Sozialreferat…, dass die damit verbundenen ‚finanziellen und stiftungsrechtlichen Fragen kompliziert‘ sind. Umso enttäuschender ist, dass mit eben jener Komplexität die Ablehnung der Idee begründet wird.“… bzgl. Prüfung des Tausches: „Das dauert zwar, allerdings kann man sich diese Zeit auch nehmen. Denn der Kiesabbau im Forst Kasten ist auch ohne ein neues Abbaugebiet auf Jahre hinaus gesichert….Zeitdruck gibt es also nicht, um all die komplizierten Fragen zu klären, die sich wegen dieser einfachen Idee auftürmen. Dementsprechend wäre es wünschenswert, dass der erneut von den Grünen vorgetragene Antrag nach einem Flächentausch im Stadtrat eine Mehrheit findet.“(Grüne fordern Prüfung).
SZ-Kommentar hier
Weiterer SZ-Artikel zur Demo hier
MM-Artikel hier

Waldzerstörer am 15.03.2020 abwählen! Hoffentlich erfahren wir bald, wer im Stadtrat welche Meinung vertritt. DAS BESTE MITTEL IST DER STIMMZETTEL BEI DER KOMMUNALWAHL!

Die Münchner Bürgerinitiativen und kleineren Parteien sowie die Würmtaler Initiativen haben sich in den vergangenen Monaten immer enger vernetzt in Sachen Grünflächen-, Baum- und Walderhalt. Das merkte man bei der großen Demo: Mehrere Hundert Menschen (Schätzung mindestens 300) kamen zum Marienplatz. Danke nach München!

Jede Menge kreative Ausrüstung…

Wir befürchten, dass die CSU die Entscheidung über den Kies auf nach der Wahl verschieben will, weil wir uns dann nicht mehr wehren können, wenn die Bulldozer kommen. DAS BESTE MITTEL IST DER STIMMZETTEL BEI DER KOMMUNALWAHL AM 15.3.

Wählen Sie bitte bei der Kommunalwahl Politiker, die den Wald erhalten. In München sind das bislang München-Liste, ÖDP und Grüne sowie ggf. noch weitere kleinere Parteien und Gruppen, falls diese in den Stadtrat kommen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem jeweiligen Favoriten, wie er/sie zu der Frage steht. Wie die SPD sich verhält, ist uns nicht so ganz klar. Die CSU vermuten wir auf der Seite der Kies-im-Wald-Abbauer. Leider ist bisher alles nichtöffentlich.

Münchner Kindl mit der Axt…

Bürgerinitative Wald Neuried Erhalten + parents 4 future #Raus auf die Straße Insta: #muenchenretteforstkasten www.wald-neuried-erhalten.de www.rettet-den-wuermtaler-wald.de www.parentsforfuture.de/de/muenchen

Würmtal Appell 2019: Endspurt bis 31.01.

Liebe Mitstreiter,

wir sind gut vorangekommen: Über 14.000 Unterschriften gegen den Kiesabbau in Waldgebieten haben wir bereits mit dem Würmtal-Appell 2019 gesammelt.
Damit konnten wir das Thema in die Presse bringen und bei vielen politischen Entscheidungsträgern bekannt machen: u.a. Landrat Christoph Göbel, Oberbürgermeister Dieter Reiter und zuletzt Bundestagsmitglied Anton Hofreiter.

Jetzt geht es auf die Zielgerade: bis Ende Januar wollen wir die Unterschriftenaktion abschließen.
Gerade vor den anstehenden Kommunalwahlen (Mitte März) soll der finale Stand nochmal genutzt werden, um den Druck auf politische Entscheidungsträger zu erhöhen und diese für unser Anliegen zu gewinnen.

Bitte senden sammeln Sie daher nochmal fleissig die letzten Unterschriften ein und senden die Listen bis 31.01. zurück an:

1) per Post
Astrid Pfeiffer, Mathildenstr. 9, 82152 Planegg
oder
Andreas Haagner, Am Jägerstern 1, 82061 Neuried

2) per Email
info@wald-neuried-erhalten.de

Weitere Unterschriftenlisten und Infos finden Sie unter:
[zur Website]

Vielen Dank für Ihre Unterstützung !

Ihr Würmtal-Appell 2019

(Eine Gemeinschaftsaktion von Wald-Neuried-Erhalten, Bund Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe München und Ortsgruppe Krailling, Grünzug-Netzwerk Würmtal e.V., unterstützt von zahlreichen Bürgern)

19.12.2019: Entscheidung zu Forst Kasten vertagt

MM-Artikel vom 27.12.2019: Mit Kreativität gegen Kiesabbau. kurz: mögliche Schadenersatzansprüche gegen städt. Stiftung ängstigen offenbar die Münchner Stadträte, Bürgerinitiativen wollen für angefallene Kosten der Stiftung für das Vergabeverfahren sammeln, Verschleppung durch CSU bis nach der Kommunalwahl befürchtet

Am Mi. 18.12. hat der Stadtrat München die endgültige Entscheidung über die Vernichtung ausgerechnet des schönsten Stückchens Wald südlich der derzeitigen Grube nochmal vertagt. Geprüft wird offenbar nur noch die Vergabe der Rechte an sich, und zwar auf Antrag der CSU. Wir können nur spekulieren, was das bedeutet, da wir von der Stadt keine Informationen bekommen. Womöglich erhofft man sich dadurch, dass doch noch die Fa. Glück zum Zuge kommt, nicht der Ausschreibungsgewinner. Die Fa. Glück wird vertreten vom Büro Heller, das v.a. in CSU-Kreisen bestens vernetzt ist, vom Landkreis über die Regierung von Oberbayern bis hin zur Staatsregierung. Was das für unseren Wald bedeutet, wissen wir noch nicht.

Zitat SZ vom 20.12.2019: „Über die Ausschreibung hat Glück keine Chance mehr, bei der Vergabe der 9,5 Hektar großen Kiesfläche zum Zug zu kommen. Das Unternehmen hat daraufhin Klage gegen das Vergabeverfahren eingereicht, über die derzeit noch nicht entschieden ist. Glück-Geschäftsführer Markus Wahl teilt dazu über das Marketingbüro ‚Heller und Partner‘ mit, dass die Kieswerke Glück mit der Heiliggeistspital-Stiftung 2007 einen Vorvertrag zum künftigen Kiesabbau geschlossen hätten. Für Wahl regle die Vereinbarung unter anderem, dass es zu einem Folgevertrag kommen werde, der seiner Firma die Auskiesung zusichert. Konkret gehe es um etwa 40 Hektar, die als Kies-Vorranggebiet ausgewiesen sind. „
Hier der Artikel der SZ

Fraglich ist, was passiert, wenn der Glück-Konzern seinen Zivilprozess um den angeblichen Vorvertrag gewinnt. Dann gäbe es einen Ausschreibungsgewinner UND den Konzern Glück, der das eigentliche Recht auf Auskiesung gehabt hätte. Womöglich kämen auf die Stadt oder den Stadtrat dann Schadenersatzforderungen von Glück zu. Leider sind alle diese Vorgänge nichtöffentlich, sodass wir als von der geplanten Abholzung betroffene Bürger zu wenig darüber wissen.

Wenn die Stiftung die Ausschreibung stoppen kann, ohne schadenersatzpflichtig gegenüber dem Gewinner zu werden, wäre auch die Frage, wer die bisher angefallenen Kosten trägt. Wie hoch die sind, ist nicht öffentlich bekannt.

Viele weitere Fragen sind offen. Landrat Göbel will z.B. eine Auskiesungsgenehmigung nur bei Benutzung des Förderbands erteilen, das Glück von der Grube zum Kieswerk Gräfelfing betreibt ; neue Straßen zur Erschließung soll es nicht geben. Bisher ging man davon aus, dass dadurch nur der Glück-Konzern Aussicht auf eine Auskiesungsgenehmigung hat, weil dieser das Förderband hat. Er ist aber ja nicht an der Ausschreibung beteiligt gewesen. Eine Drittfirma könnte den Kies mangels eigenem Förderband nicht aus Forst Kasten abtransportieren. Dann gäbe es einen Ausschreibungsgewinner, der aber keine Genehmigung bekommt. Fraglich ist, was passiert, wenn Glück im Zivilrechtsstreit um den Vorvertrag unterliegt, aber dem Ausschreibungsgewinner gegen eine Gegenleistung sein Förderband zur Verfügung stellt.

Gefährdet: keine wertlose Fichten-Monokultur – schöner Mischwald südlich des heutigen Gruben-Walls

Am Do. 12.12. hat der Sozialausschuss des Stadtrats München seine Entscheidung darüber, ob weitere 9,5 Hektar Wald im Forst Kasten zur Auskiesung freigegeben werden (Hintergründe siehe weiter unten auf dieser Seite), vertagt auf Mittwoch 18.12. Hier wird dann gleich die Vollversammlung des Stadtrats sich mit dem Thema befassen.
Münchner Merkur vom 12.12.2019, hier klicken

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Stand 2.12.2019:

Zum Planegger Holz (Dickwiese): Die Regierung von Oberbayern teilt mit:

„Sehr geehrte Damen und Herren, mit Schreiben vom 25.11.2019 teilt der Vorhabensträger mit, dass die Planungen für einen Kiesabbau westlich von Planegg im Bereich der Dickwiese mit anschließender Verfüllung und Wiederauafforstung in der Form nicht weiterverfolgt würden und der Antrag auf landesplanerische Beurteilung zurückgezogen werde. Wir informieren Sie hiermit darüber, dass durch die Regierung von Oberbayern als höhere Landesplanungsbehöde daher das o.g. Raumordnungsverfahren eingestellt wird.“

Münchner Merkur vom 02.12.2019, 19.30 Uhr, hier klicken
SZ vom 02.12.2019, hier klicken

Nun stellen sich 2 Fragen:

1. Was bedeutet ‚in der Form‘? Werden die Planungen in anderer Form aufgenommen/weiterverfolgt? In welcher? Wann?

2. Was bedeutet das für Forst Kasten? Eine Firma zieht einen solchen Antrag auf ein Raumordnungsverfahren vermutlich nur aus gutem Grunde zurück, etwa wenn
– er (womöglich wegen der im Moment parallel stattfindenden Auskiesung Forst Kasten oder gar wegen einer auch als Einzelmaßnahme nicht vorhandenen Raumverträglichkeit) keine Aussicht auf Erfolg hat, zumindest derzeit nicht (was eine zuständige Behörde der Fa. Glück so nahegelegt haben müsste) oder
– die Fa. Glück sicher davon ausgehen kann, dass sie in Forst Kasten weiter auskiesen darf. –> Wie kommt Glück-Geschäftsführer Markus Wahl zu seiner Aussage im Münchner Merkur: „Wir glauben, dass die Stadt München sich wieder mit uns an den Verhandlungstisch setzt“, sagte Wahl. „Wir denken, dass wir eine relativ gute Chance haben.“ ?

Warum sollte die Stiftung die Flächen nun doch an die Firma Glück herausgeben?

Das könnte z.B. bedeuten, dass der Rechtsstreit der Firma Glück mit der Heiliggeistspitalstiftung der Stadt München (Eigentümerin des betreffenden Waldstücks im Forst Kasten), bei dem es um die Auskiesung von zunächst 9,5 ha geht, bereits zugunsten Glücks ausgegangen ist oder voraussichtlich ausgehen wird (= nichtöffentlich). Die Stadt- bzw. Stiftungsverwaltung hatte diese 9,5 ha laut SZ vom 8.7.2019 europaweit ausgeschrieben und die Firma Glück war von dieser Ausschreibung de facto ausgeschlossen. Dies wollte sie sich nicht gefallen lassen.

Vielleicht bedeutet es aber auch, dass die bis in höchste Regierungskreise vernetzte Lobby- und PR-Agentur Heller (siehe z.B. Einladungen wie 2019 oder 2015 u.a.) ihren Job ernst nimmt. Die SZ hatte hierzu am 8.7.2019 berichtet (Zitat): „Der Kommunikationsexperte ist neu an Bord der Firma Glück und seine Präsenz kann durchaus als Hinweis für den hohen Grad an Krisenstimmung im Gräfelfinger Unternehmen verstanden werden – die Agentur Heller & Partner ist Profi unter anderem in politischer Öffentlichkeitsarbeit und Krisenkommunikation. Glück führt mit Hellers Begleitung derzeit einen Rechtsstreit mit der Stiftung, um das Gebiet im Forst Kasten doch noch für das Unternehmen zu sichern.“

Wenn es denn so wäre, dass die Zuversicht bei der Kiesfirma auf den Fähigkeiten und Leistungen einer ‚Vernetzungsagentur‘ beruht, dann würde das neue Fragen aufwerfen.

Bisher standen Münchens OB Reiter und die tonangebende Fraktion im Stadtrat (SPD) sowie die Grünen dankenswerterweise der Abholzung dieser großen, vor der Eintragung als Kies-Vorrangfläche in den Regionalplan noch als Bannwald geschützten Waldfläche eigentlich skeptisch gegenüber, wie der OB uns bei unserem Besuch im Oktober sinngemäß vermittelt hat.

Voraussichtlich am 12.12.2019 soll die Entscheidung über die Zukunft der 9,5 ha fallen – wenn sie nicht schon gefallen ist. Da es sich um nichtöffentliche Vorgänge handelt, bleibt der Öffentlichkeit nur, zu warten und zu hoffen.

Sollten Sie, liebe Leser, zu diesem Beitrag berechtigte Anmerkungen bzw. Korrekturen haben, melden Sie sich gerne; diese werden umgehend eingearbeitet. Astrid Pfeiffer

Vorranggebiet Kies aus Forst Kasten entfernen – wie geht das? Problematische Strukturen & Prozesse in der Regionalplanung

Kiesabbau sollte künftig nur noch da stattfinden, wo kein Wald steht. Flächen, wo niemand wohnt und die gut angebunden sind, gibt es genug!

Wenn sich – was wir hoffen – der Münchner Stadtrat am 21.11. entscheidet, doch keinen Kiesabbau im Forst Kasten durchführen zu lassen, stellt sich die Frage: Wie bekommen wir das im staatlichen Regionalplan 14 festgelegte ‚Vorranggebiet Kies‘ 804 weg, damit es künftig für das Landratsamt schwieriger wird, dort einen Kiesabbau zu genehmigen?

Um ein Vorranggebiet aus einem Regionalplan zu entfernen, muss nach Auskunft des zuständigen Wirtschaftsministeriums ein Fortschreibungsverfahren über den Regionalen Planungsverband (RPV) stattfinden. So, wie das Gebiet hineingekommen ist, kann es auch wieder hinaus.

Es reicht eine Gemeinde, die das beantragt. Sie braucht dazu gute Argumente, warum sich das Gebiet nun doch nicht bzw. nicht mehr zur Auskiesung eignet, und sie muss eine Mehrheit im Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands überzeugen. Hier finden Sie dessen Mitglieder. Die beantragende Gemeinde selbst muss nicht Mitglied sein, da sie automatisch Mitglied in der übergeordneten Vollversammlung des RPV ist; das genügt. Unsere Würmtaler Bürgermeister und Münchens OB Reiter könnten hier vorangehen und an alle Mitglieder des Ausschusses appellieren: Schließen Sie sich einem solchen Antrag an! Auch der RPV selbst könnte eine Herausnahme beantragen, ebenso eine ‚Fachstelle‘, z.B. eine Umweltschutzbehörde.

Nötig ist zudem ein Fachbeitrag vom Rohstoffgeologischen Dienst im Landesamt für Umwelt, der z.B. besagt, woher Rohstoffe alternativ kommen könnten, wie es mit Recycling aussieht (siehe z.B. ZDF-Beitrag ‚Schätze im Schutt‘) etc. Der RPV bezieht zusätzlich erneut andere ‚Belange‘ ein, so wie schon bei der Festsetzung des Vorranggebiets, auch den mächtigen Industrieverband BIV, der Lobbyarbeit für den Kiesabbau betreibt und enge Kontakte zu Landes- und Bundespolitikern anstrebt. Bei solchen Abwägungen spielen sogenannte ‚informelle Abstimmungen‘ eine zunehmende Rolle. Das spielt natürlich den Lobbyisten in die Hände.

Die Entscheidung liegt letztlich beim RPV. Die Regierung von Oberbayern als ‚höhere Landesplanungsbehörde‘ greift nur ein, wenn etwas nicht rechtens ist. Wann das der Fall ist und wer das wann wem meldet, habe ich noch nicht rechechiert. Das Wirtschaftsministerium wiederum ist die ‚oberste Landesplanungsbehörde‘, sozusagen die ‚Oberaufsicht‘. Bindeglied zwischen dem RPV und der Regierung von Oberbayern ist der Regionsbeauftragte Winter, der also quasi in beiden Behörden, beim RPV und der für den RPV zuständigen Aufsichtsbehörde, ‚zuhause ist‘.

Der Industrieverband BIV sitzt auch im ‚beratenden‘ Planungsbeirat des RPV, zusammen mit vielen weiteren mächtigen Wirtschaftsverbänden und Unternehmen wie IHK, Vereinigung der Bay. Wirtschaft, Flughafen München GmbH oder Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW) (‚Brancheninteressen durchsetzen‘), der den Bauboom und damit den Rohstoffverbrauch ankurbelt. Wenn Sie sich die Mitglieder anschauen, stellen Sie einen deutlichen Mangel an Vertretern von Wald- und Klimaschutz fest. Zur Vorbeugung gegen künftige Waldrodungen und Naturzerstörungen müssten die Strukturen in der Regionalplanung und die Entscheidungsprozesse deutlich verändert werden. (Recherche: A. Pfeiffer)

Entscheidung: Stadt München (21.11.) + Regierung von Oberbayern (’noch vor Weihnachten‘)

So weit ich das bei den zuständigen Personen in den staatlichen Stellen herausfinden konnte, entscheidet die Regierung von Oberbayern noch vor Weihnachten, ob unser Wald Planegger Holz (Dickwiese) gerettet ist.

Das ist er, wenn die Regierung sagt: Stopp, eine Abholzung zur Rohstoffgewinnung ist im Wald, zumal im Bannwald, Landschaftsschutzgebiet und Regionalen Grünzug ’nicht raumverträglich‘.

Auch dann nicht, wenn zugleich in Forst Kasten der Kiesabbau zu Ende geht (Landrat Göbel hatte die Ablehnung des Kreistags zum Kiesabbau Planegger Holz daran geknüpft, dass es in Forst Kasten weitergehen muss, und dies so bei der Regierung von Oberbayern eingereicht). Wir sagen: Beide Vorhaben sind nicht raumverträglich – zusammen wie einzeln!

Sicher werden sich die zuständigen Minister und der Ministerpräsident einschalten, weil sie keinesfalls für den Verlust von so riesigen Waldflächen am Stadtrand verantwortlich sein wollen.

Zum Forst Kasten erfährt der Sozialausschuss des Münchner Stadtrates am 21.11., ob es rechtlich möglich ist, aus der EU-weiten Ausschreibung von 9,5 ha für Kiesabbau im Wald der städtischen Heiliggeistspital-Stiftung auszusteigen.

Wenn das gelingt, dann ist das Schlimmste, was noch passieren kann, dass die Fa. Glück ihren aktuellen privatrechtlichen Prozess gegen die Stiftung gewinnt um die Interpretation eines Stücks Papier, das die Fa. Glück für einen Vorvertrag zur Auskiesung hält, die Stiftung jedoch nicht.

Besuch bei Münchens OB Reiter: 11.000 Unterschriften für Wald-Erhalt präsentiert

Präsentation von über 11.000 Unterschriften bei OB Reiter. v.l.n.r. Nicole Neubauer, Annette Lösler, OB Dieter Reiter, Katharina Aulinger-Fuchs, Christian Koller, Katrin Koller, Malwina Andrassy (alle Wald-Neuried-erhalten), Astrid Pfeiffer (Rettet den Würmtaler Wald)

Eine Abordnung von Wald-Neuried-erhalten und Rettet den Würmtaler Wald hat am 22.10.2019 Münchens Oberbürgermeister Reiter in seinem Büro besucht. Reiter ist Vorsitzender der städtischen Heiliggeistspital-Stiftung, der Waldeigentümerin im Forst Kasten, wo 42 Hektar von Kahlschlag und Kiesabbau bedroht sind.

Mehr als 11.000 Unterschriften aus dem Würmtal-Appell 2019 hatte die Abordnung mitgebracht.

Spannende Neuigkeit:

Bezogen auf die EU-weite Ausschreibung von 9,5 Hektar Wald der Städtischen Stiftung durch die Stadt München, die derzeit läuft, sagte Reiter: „Am 21. 11. 2019 wird klar, ob wir das Vergabeverfahren beenden müssen mit einem Zuschlag oder nicht.“

Reiter plädiert dafür, das Vergabeverfahren durch die Stadt München zu stoppen, um den Wald zu erhalten, und lässt derzeit juristisch prüfen, ob das rechtlich geht oder ob einer Abbau-Firma der Zuschlag erteilt werden muss. Wenn einer Firma der Zuschlag erteilt werden muss, bleibt uns noch die Hoffnung, dass diese in dem Genehmigungsverfahren beim Landratsamt, das sie dann beantragen muss, scheitert.

Falls das Vergabeverfahren gestoppt werden kann, müssen wir noch hoffen, dass die Gräfelfinger Fa. Glück ihren aktuell laufenden Zivilprozess um einen älteren, angeblichen Vorvertrag verliert, der ihr Auskiesungsrechte auf eben diesem Gebiet im Forst Kasten zugesichert haben soll. Ob dies der Fall ist, ist zwischen Fa. Glück und der Stiftung strittig. Sollte Glück gewinnen, dann kann er das Genehmigungsverfahren beim Landratsamt beantragen.

Der Forst Kasten ist also noch lange nicht gerettet – und wenn er gerettet wird, rückt die Dickwiese im Planegger Holz wieder in den Fokus. Dort läuft derzeit ein Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern, von dem wir hoffen, dass es negativ (also pro Wald) ausgeht. Solange die Auskiesung im Forst Kasten besteht, stehen die Chancen für die Dickwiese besser. Eine verzwickte Situation also. A. Pfeiffer

Neurieder Gemeinderat mit Signal an Stadt München gegen Auskiesung Forst Kasten

Am Dienstag, 22.10. hat der Gemeinderat Neuried folgenden Beschluss gefasst:

‚Der Gemeinderat Neuried beschließt, sich klar gegen den Kiesabbau im Forst Kasten auszusprechen und somit dem Münchner Stadtrat ein Signal für die Sitzung Mitte November zu geben, dass eine Auskiesung durch die Heiliggeistspital-Stiftung auf Neurieder Gebiet zur Ablehnung kommen soll. Die Kiesabbauvorrangfläche 804 liegt inmitten eines Bannwaldes und Naherholungsgebietes. Im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes (auch CO2-Problematik) soll die Ausbeutung dieser und weiterer Flächen im Wald durch Kiesabbau verhindert werden.
Die Verwaltung der Gemeinde Neuried soll alle notwendigen Schritte einleiten, um das Kiesabbauvorranggebiet 804 sowie sämtliche, auf Gemeindegebiet liegenden Waldflächen aus dem Regionalplan streichen zu lassen. ‚

Der Beschluss wurde mit 17 : 1 Stimmen gefasst.

Anlass für die Diskussion waren zwei Anträge: Einer von der CSU (s. unten), einer von SPD/Grünen. Der neue Antrag von SPD/Grünen lautete sinngemäß: Ablehnung der Auskiesung des Gebietes Forst Kasten (Kies-Vorranggebiet 804 im Regionalplan 14) und Aufforderung an das Landratsamt zur Neubewertung dieses Gebietes im Regionalplan.

Eine Entscheidung über eine Abbaugenehmigung fiel nicht, da die Gemeinde nicht zuständig ist, sondern das Landratsamt.

Antrag der CSU Neuried vom 4.6.2019
Antrag SPD/Grüne Neuried vom 8.10.2019

Toller Zwischenstand: 10.000 Unterschriften zum Würmtal-Appell dem Landrat Göbel präsentiert

Eine Abordnung der Würmtaler Bürgerinitiativen hat am Montag, 01.10.2019, Landrat Göbel die ersten 10.000 Unterschriften präsentiert.
(Beitrag von Muenchen.tv)

Wir sammeln weiter! Hier finden Sie die Formulare. Einfach eintragen und an uns abschicken! Oder, noch besser: Auch Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn etc. eintragen lassen und dann erst an uns schicken!

Einen kleinen Info-Stand aufgebaut haben anlässlich der Präsentation Aktive von Wald-Neuried-erhalten und Rettet den Würmtaler Wald.