01.10.2019: Kreisräte lehnen Kiesabbau Dickwiese zwar ab – ABER… die Gefahr bleibt! WIR SAMMELN WEITER UNTERSCHRIFTEN!

Die Mitglieder des Ausschusses für Energiewende, Landwirtschafts- und Umweltfragen des Kreistags haben am 01.10.2019 im Landratsamt zwar einstimmig die Rodung und Auskiesung von knapp 25 ha Wald im Planegger Holz (Dickwiese) abgelehnt.

ABER…: Das Gebiet Forst Kasten ist dadurch umso mehr von Auskiesung bedroht. Und: Die Dickwiese ist damit noch immer nicht vom Tisch, da der Landkreis nur ANGEHÖRT wird im Raumordnungsverfahren. Schlimmstenfalls haben wir am Ende zwei Kiesgebiete im Würmtal.

Der Beschluss am 1.10. war also nicht die Ablehnung einer Auskiesungsgenehmigung, sondern nur eine Stellungnahme in einem Vorverfahren, dem Raumordnungsverfahren der Regierung von Oberbayern. Noch vor Weihnachten entscheidet die Regierung von Oberbayern, ob sie auf den Landkreis und die Gemeinden hört und den Abbau der Dickwiese für nicht raumverträglich erklärt. Dann wäre die Dickwiese fürs Erste gerettet – aber nur fürs Erste.

Es könnte auch sein, dass das Vorranggebiet 804 im Forst Kasten nicht ausgekiest wird, und dann ist die Gefahr für die Dickwiese wieder da.

Hier der Beschluss zur Stellungnahme im Wortlaut, den wir vom Landratsamt angefordert haben:

Teil1_öff-TOP_7-BeschlussAuszug_Stellungnahme-Landkreis-Dickwiese_Sitzung_02-10-2019

Fazit: WIR SAMMELN INTENSIV WEITER UNTERSCHRIFTEN FÜR BEIDE GEBIETE! Wir von den Bürgerinitiativen wollen erreichen, dass beide Gebiete gestrichen werden. Kein gesunder Wald darf heutzutage mehr geopfert werden!

Hier die ursprüngliche Sitzungsvorlage samt Anlagen.

Wer es genauer wissen will, kann gerne hier weiterlesen.

Anfrage von MdL Hierneis an OB Reiter wegen Vergabeverfahren u. Schadenersatz

Der Landtagsabgeordnete Christian Hierneis (Die Grünen) hat ein Schreiben an Münchens OB Reiter geschickt, um u.a. herauszufinden, in welchem Verfahrensstadium sich die Ausschreibung zum Kiesabbau Forst Kasten befindet und ob und wieviel Schadenersatz fällig wäre, wenn das Verfahren gestoppt würde.

Siehe SchreibenMdL-Hierneis_OB Reiter_27-08-2019

Eine Antwort liegt noch nicht vor.

Trotz Ablehnung durch Gemeinderat PLANEGG bleibt die GEFAHR !!!

Der Planegger Gemeinderat hat am Donnerstag, 12.9., eine ablehnende Stellungnahme zur Rodung von 24,4 Hektar Wald für Kiesabbau im Planegger Holz (‚Dickwiese‘) an die Regierung von Oberbayern beschlossen. Bericht Münchner Merkur hier

Doch die Gemeinden werden nur angehört, die Entscheidung (ca. Ende 2019) im Raumordnungsverfahren liegt bei der Regierung von Oberbayern. Falls diese gegen uns ausfällt, kommt ein Genehmigungsverfahren, das vom Landratsamt München entschieden wird. Die Gefahr bleibt also bestehen!

Die Entscheidung in Planegg kann nur ein Signal an die Behörden sein, wie schon in Germering, Krailling und Gräfelfing. Sie fiel einstimmig aus (18:0), wobei einige Gemeinderäte verschiedener Fraktionen nicht anwesend waren und man daher nicht weiß, wie sie abgestimmt hätten. Der Grundstückseigentümer Baron von Hirsch ist selbst Gemeinderat (CSU), durfte aber nicht mitstimmen.

Es handelt sich wie gesagt bisher um ein Raumordnungsverfahren, also eine Art Vorverfahren. Das eigentliche Genehmigungsverfahren folgt erst danach, falls das Raumordnungsverfahren zu dem Ergebnis kommt, dass Abholzung und Kiesabbau ‚raumverträglich‘ sind (was nicht der Fall ist, aber man weiß ja nie, wie die Behörden entscheiden).

Die Firma Glück war mit einer großen Abordnung an Mitarbeitern anwesend. Letztlich half diese Präsenz aber nichts, denn die naturschutz- und planungsrechtlichen Argumente gegen die Abholzung (z.B. der 3-fache Schutz als Bannwald, Landschaftsschutzgebiet und Regionaler Grünzug, den man nicht einfach ignorieren kann) sind einfach nicht zu widerlegen.

Hier finden Sie eine Liste der Planegger Gemeinderäte.

Gelungener Beitrag über unseren Wald auf Muenchen.tv

Der Lokalsender Muenchen.tv hat am 5.9.2019 einen interessanten Beitrag ausgestrahlt mit Interviews zu unserem Wald und dem drohenden Kiesabbau:

https://www.muenchen.tv/mediathek/video/der-wald-der-heilig-geist-stiftung-bei-neuried-bleibt-umkaempft/

Erfreulich die Aussage des Münchner Stadtratsmitglieds Christian Müller (SPD) zu dem kürzlich gestellten Antrag seiner Fraktion auf Prüfung, ob es rechtlich möglich sei, den Wald der Heiliggeistspitalstiftung der Stadt München im Forst Kasten nicht für Kiesabbau sondern weiterhin für Holzwirtschaft zu nutzen.

Roland Zeilbeck und Malwina Andrassy von Wald-Neuried-erhalten wurden ebenso interviewt wie Herbert Stepp vom Grünzug-Netzwerk Würmtal.

Simon Tangerding von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betonte, dass viele Tier- und Pflanzenarten natürliche Bodenstrukturen benötigen. Nach Auskiesung und Wiederverfüllung können diese Arten diese Waldflächen nicht mehr besiedeln (d.h. fehlen dort).

Forst Kasten wird Thema im Stadtrat München – Oktober, spätestens November 2019

Wie der Münchner Merkur am 04.09.2019 berichtet, soll sich der Stadtrat München voraussichtlich im Oktober, spätestens jedoch im November mit der beantragten Abholzung für Kiesabbau im Forst Kasten befassen. Der Artikel ist leider nicht im Internet erhältlich.
Das Sozialreferat habe an die Bürgerinitiative Neuried zur Förderung des Umweltschutzes, kurz BIN, geschrieben. Darin heißt es, dass das Sozialreferat aufgrund des Antrags der SPD-Stadtratsfraktion ‚Forstwirtschaft statt Kiesabbau‘ mit der Prüfung beauftragt sei, ‚ob es möglich ist, von der derzeit anstehenden Vergabe eines 9,5 Hektar großen Stiftungsgrundstücks zum Zwecke des Kiesabbaus im Forst Kasten Abstand zu nehmen und auch künftig keine weiteren Kiesabbauplanungen zu verfolgen‘.

Inserat + Briefvorlage von Bürgerinitiative Kreuzwinkel (Planegg/Gräfelfing) für Regierung von Oberbayern

Herr Philipp Pollems aus Kreuzwinkel unterstützt uns sehr. Er schaltet 2x ein ganzseitiges Inserat für den Erhalt des Planegger Holzes im Würmtaler Amtsblatt ‚Info‘, siehe hier: Inserat_Poll_FARBE_05-09-2019-und-12-09-2019_Informationsdienst

Außerdem hat er eine Briefvorlage erarbeitet, mit der Sie die Regierung von Oberbayern auffordern können, sich gegen die Abholzung des Planegger Holzes (Dickwiese) für Kiesabbau auszusprechen. Sie brauchen Sie nur entweder auf Ihren Computer herunterzuladen oder auf Papier auszudrucken und Ihre Absender-Adresse und Unterschrift zu ergänzen, und dann können Sie den Brief abschicken. Siehe hier: Briefvorlage_Poll_RegObb_FINAL

Wieder ein Erfolg: Ca. 100 Besucher bei Waldspaziergang mit Greenpeace im Forst Kasten

Volker Oppermann (im Hintergrund, Bildmitte, beige-farbenes T-Shirt) erklärte der ersten von zwei teilnehmenden Gruppen Wissenswertes zum Wald.

Wieder eine gut besuchte Aktion für unseren Wald:

Ca. 100 Teilnehmer aus dem ganzen Würmtal und aus München fanden sich am Sonntag, 11.8., zum Waldspaziergang der Bürgerinitiative Wald Neuried erhalten im Forst Kasten ein. Waldexperte Volker Oppermann, Pressesprecherin und Waldexpertin Marina Gühlke und Biologin Aurelia Strauß, alle drei von Greenpeace, erklärten den Wald, seine Funktionen, Baumarten, Symptome für den Zustand der einzelnen Bäume und vieles mehr.

Auch privat anwesende Forstleute, die die Würmtaler Wälder gut kennen, fanden die Führung und die Vorträge fachlich korrekt und ausgewogen präsentiert. Was will man mehr?

Abseits der Hauptwege ergaben sich interessante Fragen und Perspektiven.

Ausgangspunkt war die Bushaltestelle Dr. Rehm-Straße des Busses 261 Ecke Gautinger Straße, in der Nähe des Parkplatz Waldkindergarten / Grüngutnanahmestelle Gautinger Str. 53 (Ortsausgang Neuried Richtung Gauting). Von dort ging es durch den Wald über verschiedene ‚Erklärstationen‘ zur Wiederaufforstung, zur Kiesgrube und zum Schluss für die, die noch einkehren wollten, weiter bis zum Forsthaus Kasten.

Ausgangspunkt siehe Karte hier

Einladungsflyer als pdf-Datei hier

Gutachten des Bundes Naturschutz zum Raumordnungsverfahren Planegger Holz (Dickwiese)

Zwei der Stellungnahmen im Zusammenhang mit dem ROV sind für uns zugänglich und dürfen veröffentlicht werden. Beide sind vom Bund Naturschutz (BN).

Alle anderen Stellungnahmen, z.B. von Gemeinden oder der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, werden unter Verschluss gehalten und erst mit der Landesplanerischen Beurteilung am Ende des Verfahrens bekanntgegeben.

Beide BN-Gutachter haben sich den Wald persönlich angeschaut. Klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht.

Hier die Stellungnahme des Gutachters des Bundes Naturschutz Kreisgruppe München, Dr. Rudolf Nützel:

BN-Kreisgruppe-Muenchen-Nuetzel_ROV-Dickwiese-end

Hier die Stellungnahme des Bundes Naturschutz Germering:

Stellungnahme-BundNaturschutz_Stadtrat-Germering_02-07-2019_STA02072019TOP6oeff_Ablehnend

OFFENER BRIEF Grünzug-Netzwerk an Regierungsdirektor Winter (Regierung von Obb.): Zum Handlanger des Kiesunternehmens gemacht?

Am Montag, 22.7., hat Regierungsdirektor Gerhard Winter, Regionsbeauftragter der Regierung von Oberbayern, einen Offenen Brief des Grünzug-Netzwerks Würmtal e.V. (GNW) bekommen zum Raumordnungsverfahren (ROV) im Planegger Holz/Dickwiese, einer Vorstufe des eigentlichen Genehmigungsverfahrens für den Kahlschlag samt Kiesabbau, in deren Rahmen momentan Gemeinden und verschiedene Organisationen und Institutionen Stellungnahmen abgeben konnten.

GNW spricht seine Enttäuschung aus über die befürwortende Stellungnahme Winters und begründet, warum diese mit der Regionalplanung überhaupt nicht vereinbar ist.

Mit dem Brief verbindet GNW die Hoffnung, dass Winter doch noch seinen Einfluss geltend macht, damit die landesplanerische Beurteilung im ROV mit einer Ablehnung abgeschlossen wird oder – sofern es, was wir nicht hoffen wollen, danach auch noch zu einem Genehmigungsverfahren kommt – sich in diesem gegen den Kiesabbau ausspricht.

Hier Offenen Brief lesen (und gern weiterverteilen)

Gemeinderäte KRAILLING+GRÄFELFING lehnen in ihrer Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren den Kiesabbau im Planegger Holz ab

Ergebnis KRAILLING: Der Kraillinger Gemeinderat ist am Dienstag, 23.7., einstimmig dem Vorschlag der Kraillinger Verwaltung gefolgt, sich im Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern GEGEN den Kiesabbau im Planegger Holz auszusprechen.

In Krailling galt eine Fristverlängerung zunächst bis 9. August. Die ursprüngliche Frist bis 17.7. war neben Krailling auch Planegg zu knapp, wo sich der Gemeinderat am Donnerstag, 12.9., mit dem Thema befasst.

Ergebnis GRÄFELFING: Der Gräfelfinger Gemeinderat ist, ebenfalls am Dienstag, 23.7., der Gräfelfinger Verwaltungsvorlage gefolgt, sich im Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern GEGEN den Kiesabbau im Planegger Holz auszusprechen.
Am Ende stimmte der Gemeinderat mit 14:6 für die ablehnende Stellungnahme.

Gegen die ablehnende Stellungnahme, also FÜR den Kiesabbau auch im Planegger Holz, votierten der Bürgerverein (1) sowie vier CSU-Gemeinderäte, wobei der zweite Gemeinderat des Bürgervereins (Dr. Reichert) nicht im Raum war.

Der Gemeinderat Gräfelfing hat die Hoffnung, dass nicht im Planegger Holz, sondern im Forst Kasten weiter Wald gerodet und Kies abgebaut wird – was wiederum die dort betroffenen Bürger Neurieds unbedingt verhindern wollen.

Krailling und Gräfelfing sind Nachbarn des Planegger Holzes (Dickwiese) und als solche berechtigt, sich zu äußern. Die jeweiligen Bürger, aber natürlich auch alle Würmtaler und andere, können sich – unabhängig von diesem offiziellen Verfahren – natürlich jederzeit unverbindlich schriftlich oder mündlich an die Gemeinde oder einzelne Gemeinderäte wenden, um ihre Meinung kundzutun.

Hier finden Sie eine Liste der Kraillinger Gemeinderäte mit Mailadressen.

Hier finden Sie eine Liste der Gräfelfinger Gemeinderäte mit Mailadressen.

[Unterlagen zum ROV auf der Webseite der Regierung von Oberbayern hier ansehen]

Der GERMERINGER Stadtrat hat am Dienstag, 2.7., im Rathaus Germering über die Stellungnahme beschlossen, die die Stadt im Namen des Raumordnungsverfahrens (ROV) zum geplanten Kiesabbau der Fa. Glück im Planegger Holz abgeben wird: Es wurde eine klare Ablehnung des Kahlschlags für den Kiesabbau.

Bis So., 7.7., lagen die Unterlagen zum ROV im Rathaus PLANEGG aus. Die Frist, bis zu der der Gemeinderat das Planegger Holz behandelt, läuft für Planegg zwar erst im September aus, aber je früher sich die Bürger äußern und je mehr das tun, desto besser ist es. An die Gemeinderäte kann man sich natürlich auch außerhalb dieses Verfahrens mündlich wie schriftlich wenden. [Bekanntmachung der Gemeinde zur Auslegung]