Abstimmungsergebnisse & Behördenentscheidungen

LANDKREIS MÜNCHEN: Der Landkreis hat die Auskiesung der Dickwiese am 01.10.2019 abgelehnt, da das Vorranggebiet im Forst Kasten besteht. ABER: Die Gefahr besteht nach wie vor! Genaueres hier.

PLANEGG: Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 12.9., eine ablehnende Stellungnahme zur Rodung von 24,4 Hektar Wald für Kiesabbau im Planegger Holz (‚Dickwiese‘) an die Regierung von Oberbayern beschlossen.
Die Entscheidung fiel einstimmig aus (18:0), wobei einige Gemeinderäte verschiedener Fraktionen nicht anwesend waren und man daher nicht weiß, wie sie abgestimmt hätten. Der Grundstückseigentümer Baron von Hirsch ist selbst Gemeinderat (CSU), durfte aber nicht mitstimmen.
Es handelt sich um ein Raumordnungsverfahren, also eine Art Vorverfahren. Das eigentliche Genehmigungsverfahren folgt erst danach, falls das Raumordnungsverfahren zu dem Ergebnis kommt, dass Abholzung und Kiesabbau ‚raumverträglich‘ sind (was nicht der Fall ist, aber man weiß ja nie, wie die Behörden entscheiden).
Die Firma Glück war mit einer großen Abordnung an Mitarbeitern anwesend. Letztlich half diese Präsenz aber nichts, denn die naturschutz- und planungsrechtlichen Argumente gegen die Abholzung (z.B. der 3-fache Schutz als Bannwald, Landschaftsschutzgebiet und Regionaler Grünzug, den man nicht einfach ignorieren kann) sind einfach nicht zu widerlegen.

———————————

FÜRSTENRIED: Der Bezirksausschuss (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln reiht sich ein bei den Gegnern eines Kiesabbaus im Bannwald der Heiliggeistspital-Stiftung südwestlich von München (Planegger Holz, Forst Kasten). An die Stadt und den Landkreis München erging die Aufforderung, „den Kiesabbau aus den Forsten zurückzudrängen“. Aus den selben Gründen will nun auch die SPD-Stadtratsfraktion prüfen lassen, ob es möglich ist, von der Vergabe der derzeit ausgeschriebenen Kiesfläche im Forst Kasten „Abstand zu nehmen“. (SZ 18.08.2019)

——————————————–

KRAILLING: Der Kraillinger Gemeinderat ist am Dienstag, 23.7., einstimmig dem Vorschlag der Kraillinger Verwaltung gefolgt, sich im Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern GEGEN den Kiesabbau im Planegger Holz auszusprechen.

In Krailling galt eine Fristverlängerung zunächst bis 9. August. Die ursprüngliche Frist bis 17.7. war neben Krailling auch Planegg zu knapp, wo sich der Gemeinderat am Donnerstag, 12.9., mit dem Thema befasst.

———————————–

GRÄFELFING: Der Gräfelfinger Gemeinderat ist, ebenfalls am Dienstag, 23.7., der Gräfelfinger Verwaltungsvorlage gefolgt, sich im Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern GEGEN den Kiesabbau im Planegger Holz auszusprechen.
Am Ende stimmte der Gemeinderat mit 14:6 für die ablehnende Stellungnahme.

Gegen die ablehnende Stellungnahme, also FÜR den Kiesabbau auch im Planegger Holz, votierten der Bürgerverein (1) sowie vier CSU-Gemeinderäte, wobei der zweite Gemeinderat des Bürgervereins (Dr. Reichert) nicht im Raum war.

Der Gemeinderat Gräfelfing hat die Hoffnung, dass nicht im Planegger Holz, sondern im Forst Kasten weiter Wald gerodet und Kies abgebaut wird – was wiederum die dort betroffenen Bürger Neurieds unbedingt verhindern wollen.


————————-

12. Juli 2019 HADERN: Der Haderner Bezirksausschuss (BA) schließt sich den Protesten aus dem Würmtal gegen den geplanten Kiesabbau auf der „Dickwiese“ zwischen Planegg und Germering an. Als Nachbar der Gemeinde Planegg im Raumordnungsverfahren gehört, versagte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung sein Einvernehmen, mit einer Mehrheit aus überwiegend roten und grünen Stimmen. SZ-Bericht hierzu

————————

11.07.2019 GRÄFELFING: Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten und Umweltfragen:
Vorlage der Verwaltung gegen Abholzung und Auskiesung mit 5 : 3 Stimmen angenommen. Heißt: Eine knappe Mehrheit will, dass der Wald stehen bleibt.

Den Wald erhalten wollen:
Uta Wüst (IGG, Bürgermeisterin)
Mathias Pollok (IGG)
Franz Lang (SPD)
Jörg Scholler (FDP)
Joachim Bender (Grüne)

Den Wald für Kiesabbau opfern wollen:
Petra Schmid (CSU)
Thomas Heidenreich (CSU)
Günter Roll (Bürgerverein)

Am Di. 23.7. beschließt dann noch der komplette Gemeinderat über die Gräfelfinger Stellungnahme.

Gemeinde Gräfelfing
Frau Bürgermeisterin Uta Wüst
Ruffiniallee 2
82166 Gräfelfing
Telefon 089 / 85 82 – 0
rathaus@graefelfing.bayern.de

Hier finden Sie eine Liste der Gemeinderäte mit E-Mail-Adressen.

[Unterlagen zum ROV auf der Webseite der Regierung von Oberbayern hier ansehen]

————————————————————————-

02.07.2019 Stadtrat GERMERING zum Raumordnungsverfahren Planegger Holz
Einstimmige Ablehnung des Kiesabbaus auf Empfehlung der Verwaltung

————————————————————————-


25.06.2019 Bauausschuss GAUTING befürwortet im Raumordnungsverfahren die Abholzung Planegger Holz
8:4 gegen die Stimmen von
Christiane Lüst (Soziale Ökologen)
Markus Deschler (FDP)
Jens Rindermann (Die Grünen)
Heinrich Moser (Die Grünen)

Beschlussvorlage TOP 10 (ziemlich weit unten)
als PDF: Beschlussvorlage_BA_25-06-2019_FÜR-PlaneggerHolz

————————————————————————-

25.06.2019 Regionaler Planungsverband RPV14 befürwortet im Raumordnungsverfahren die Abholzung Planegger Holz (Dickwiese)

Entscheidendes Gremium war hier der Planungsausschuss des RPV.

Hier sehen Sie, wer in diesem Ausschuss sitzt. Bürgermeister und Landräte aus halb Oberbayern sowie Stadträte aus München entscheiden über UNSEREN Wald!