Wald erhalten statt Kiesabbau!

Die Zerstörung von wertvollem Bannwald im Würmtal geht weiter. Kiesgruben fressen sich in den Forst Kasten hinein. 42 ha (ca. 59 Fußballfelder) sind dort derzeit gefährdet. Auch das Planegger Holz (‚Dickwiese‘) ist ins Visier der Kiesindustrie geraten (zunächst 24 ha = ca. 33 Fußballfelder). Dort wird z.B. die seltene Haselmaus vermutet.

In unserem Wald vermutet: Haselmaus (© BUND/Ralf Meyer)

Bürgerinnen und Bürger aus Neuried, Gauting, Stockdorf, Krailling, Planegg, Martinsried, Gräfelfing, Germering und München setzen sich für den Erhalt unserer Wälder ein. Möchten auch Sie helfen?
Dann klicken Sie rechts im Menü auf ‚Aktiv werden‘! Dort können Sie auch den ‚Flyer mit Kurz-Info‘ herunterladen und weiterverbreiten. Unterstützen Sie uns beim Unterschriften sammeln (Würmtal-Appell 2019) und besuchen Sie Veranstaltungen, z.B. am 17.7. um 20 Uhr den Info-Abend im Kupferhaus Planegg.

Gefährdete Fläche Planegger Holz: die blau gefärbte Raute zwischen Germering, Gräfelfing und Planegg
Nicht weit entfernt: Klosterwald Maria Eich mit Methusalem-Eichen und bedrohten Urzeit-Käfern
Zerstörter Forst Kasten 2019: Eine Schneise klafft zwischen Krailling, Neuried, Planegg und München. Bis hier wieder richtiger Wald steht, vergehen Jahrzehnte! Das droht nun auch dem Planegger Holz.
Historische Entwicklung der Kiesgrube Forst Kasten von Nord nach Süd. Schwarz: im Abbau, grau: nächster Schritt, lila: Planegger Gemeindegrenze

KRAILLING+GRÄFELFING: Stellungnahme der Gemeinderäte zum Planegger Holz BEIDE am Dienstag, 23.7.

In KRAILLING steht die Stellungnahme zum Planegger Holz am Dienstag, 23.7., um 19.30 Uhr auf der Tagesordnung. Dort gilt eine Fristverlängerung zunächst bis 9. August. Die ursprüngliche Frist bis 17.7. war neben Planegg auch Krailling zu knapp.

In GRÄFELFING beginnt die Sitzung um 19.15. Der Kiesabbau kommt leider erst unter Punkt 12 dran. Wann das ungefähr sein wird, ist schwer zu sagen. Die Empfehlung ist, ab 19.45 da zu sein.

Krailling und Gräfelfing sind Nachbarn des Planegger Holzes (Dickwiese) und als solche berechtigt, sich zu äußern. Die jeweiligen Bürger, aber natürlich auch alle Würmtaler und andere, können sich – unabhängig von diesem offiziellen Verfahren – natürlich jederzeit unverbindlich schriftlich oder mündlich an die Gemeinde oder einzelne Gemeinderäte wenden, um ihre Meinung kundzutun.

Hier finden Sie eine Liste der Kraillinger Gemeinderäte mit Mailadressen.

Hier finden Sie eine Liste der Gräfelfinger Gemeinderäte mit Mailadressen.

Bitte gehen Sie in die Sitzungen!

[Unterlagen zum ROV auf der Webseite der Regierung von Oberbayern hier ansehen]

Der GERMERINGER Stadtrat hat am Dienstag, 2.7., im Rathaus Germering über die Stellungnahme beschlossen, die die Stadt im Namen des Raumordnungsverfahrens (ROV) zum geplanten Kiesabbau der Fa. Glück im Planegger Holz abgeben wird: Es wurde eine klare Ablehnung des Kahlschlags für den Kiesabbau.

Bis So., 7.7., lagen die Unterlagen zum ROV im Rathaus PLANEGG aus. Die Frist, bis zu der der Gemeinderat das Planegger Holz behandelt, läuft für Planegg zwar erst im September aus, aber je früher sich die Bürger äußern und je mehr das tun, desto besser ist es. An die Gemeinderäte kann man sich natürlich auch außerhalb dieses Verfahrens mündlich wie schriftlich wenden. [Bekanntmachung der Gemeinde zur Auslegung]

ca. 200 Zuhörer beim Info-Abend Kupferhaus Planegg: „Was kann ich tun, damit unser Wald bleibt?“

Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass kein Kahlschlag für Kiesabbau stattfindet?
Antworten auf diese Frage erhielten am 17.7. im Planegger Kupferhaus knapp 200 Zuhörer aus dem ganzen Würmtal, Germering und München, die trotz des schönen Wetters bereit waren, den Abend mit Waldrodung und Kiesabbau zu verbringen.

Dr. Herbert Stepp vom Grünzug-Netzwerk Würmtal e.V. erläuterte den Sachstand und die planerische und rechtlichen Hintergründe. [Vortrag demnächst hier einsehbar]

Fachliche Fragen zum Wald beantwortete als Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald der Geschäftsführer des Landesverbands Bayern, Simon Tangerding, sowie Volker Oppermann von Greenpeace München.

Koordinatorin Astrid Pfeiffer berichtete, was die Bürgerinitiative Rettet den Würmtaler Wald bisher auf die Beine gestellt hat und was für die Zukunft geplant ist.
[Vortrag hier klicken]

Bald finden Sie hier auch die angesprochene Vorlage von Herrn Schuhmann für die Aufsichtsbeschwerde samt Erläuterung.

v.l. Astrid Pfeiffer, Moderator Joachim Bender, Simon Tangerding (SDW), Volker Oppermann (Greenpeace), Dr. Herbert Stepp (Grünzug-Netzwerk)
Volker Oppermann aprach über die Bedeutung der Münchner Wälder für das Stadtklima
Kupferhaus gut gefüllt

TV-Bericht über uns in ‚QUER‘ (BR) am 11.7.2019: Kampf um Kies

11.07.2019, 20:15 Uhr, 5 Min

Frisst der Bau-Boom bayerische Wälder?

Zum Beitrag hier klicken

Ankündigung BR:
„Kampf um Kies: Frisst der Baum-Boom bayerische Wälder? Weil München immer mehr wächst, soll im Würmtal jetzt ein Wald gerodet werden. Denn unter dem Wald liegt bester Kies und der Kieshunger des Baugewerbes ist nahezu unstillbar.
Die Bürger vor Ort sehen nicht ein, dass ihr Wald fallen sollen, damit München wachsen kann. Der örtliche Kiesgrubenbetreiber sieht nicht ein, dass er seine Firma schließen soll, damit der Wald stehen bleibt. Die jetzigen Reserven sind vielerorts so gut wie aufgebraucht. So führt der Kieshunger der Stadt zu Streit auf dem Land. „

Beim BR online bis 10.07.2020

So., 7.7.2019: REGEN? Was ist das?! —> Buche aus dem Hambacher Forst in Forst Kasten Neuried gepflanzt!

Hier vorab einige Bilder. Weitere sowie das Redemanuskript des Vorsitzenden der Kreisgruppe München des Bundes Naturschutz MdL Christian Hierneis und mehr Infos zu der tollen Veranstaltung folgen bald. Danke an Malwina Andrassy und die Neurieder Initiative Wald-Neuried-erhalten für die super Idee und die gelungene Organisation!

Der Vorsitzende der Kreisgruppe München des Bundes Naturschutz MdL Christian Hierneis sprach über die Zerstörung unserer Wälder, auch durch zu viel Wachstum und Bauen. Wald dürfe nicht komplett abgeholzt und dann wiederaufgeforstet werden, sondern müsse nach und nach verjüngt werden.
Kann stolz auf sich sein: Organisatorin Malwina Andrassy von Wald-Neuried-erhalten mit der kleinen Hambacher Buche
Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel begrüßte die vielen Menschen, die tapfer dem Regen trotzten – für unseren Wald!
Malwina Andrassy mit Prof. Dr. Michael Schrödl, Zoologische Staatssammlung und Scientists for Future, der eindringlich mahnte, die Erderwärmung und den Waldschutz ernst zu nehmen.
Herbert Stepp vom Grünzug-Netzwerk Würmtal veranschaulichte Hintergründe und Folgen von Kahlschlag und Kiesabbau.

Unterschriften-Aktion WÜRMTAL-APPELL 2019

Sie möchten auch, dass unser Wald stehen bleibt? Dann helfen Sie mit!

Unterschreiben Sie unseren WÜRMTAL-APPELL 2019 !


Rettet den Würmtaler Wald!

Kahlschlag & Kiesabbau in Forst Kasten & Planegger Holz stoppen!

Er richtet sich gezielt mit jeweils einer konkreten Bitte an alle relevanten Eigentümer, Entscheider und Institutionen (v.a. Fa. Glück, die Grundeigentümer, Behörden, politische Gremien, Münchens OB Dieter Reiter, Landrat Christoph Göbel und Ministerpräsident Markus Söder).

Die Aktion läuft zunächst über den Sommer, denn wir wollen allen Würmtalern, Germeringern, Münchnern und sonstigen Interessenten Gelegenheit geben, den Würmtal-Appell 2019 mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.

Hier können Sie das Deckblatt mit dem Würmtal-Appell 2019 herunterladen:

Wuermtal_Appell_2019_V04_final_06072019

Hier können Sie das zum Würmtal-Appell 2019 gehörige Unterschriftenformular herunterladen:

Unterschriftenformular_V04_final_06072019

Die Adressen, an die Sie die ausgefüllten Unterschriftenformulare schicken können, finden Sie oben rechts in der Ecke des Unterschriftenformulars.

Sammeln Sie gerne auch selbst, z.B. bei Nachbarn, Freunden, Kollegen, im Verein, etc.

Gemeinsam sind wir stark!

Danke!

REGEN STÖRT UNS NICHT! – Sonntag, 7.7. um 11 Uhr: Wir pflanzen unsere Buche aus dem Kohle-Revier Hambacher Forst im Forst Kasten Neuried

UPDATE So. 7.7. um 8.40 Uhr: Wir pflanzen unsere Buche auch bei Regen um 11 Uhr.

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Die Neurieder Bürgerinitiative Wald Neuried erhalten plant für diesen Sonntag, 7.7. 2019 ein echtes Highlight für den Erhalt unserer Würmtaler Wälder.

Als deutschlandweite Auszeichnung für ihr besonderes Umweltengagement erhielt die Bewegung parents for future gemeinsam mit scientists for future eine Buche aus dem Hambacher Forst.
Diese Buche wird am Eingang des Forst Kasten auf Neurieder Flur gepflanzt!

Als Symbol für den Erhalt unserer Wälder im Würmtal, in der Region München und im ganzen Land!

Geplant sind auch eine Begrüßung durch den Neurieder Bürgermeister und weitere Redner, u.a.
– der Vorsitzende der Kreisgruppe München des Bundes Naturschutz MdL Christian Hierneis ,
– Prof. Dr. Michael Schrödl, Zoologische Staatssammlung und Scientists for Future und
– Herbert Stepp, Grünzugnetzwerk Würmtal.

Wann:   Sonntag, 7.7.2019, 11:00h
Wo:         Parkplatz Waldkindergarten ( Neuried, südwestlich der Gautingerstr. 53, Höhe Grüngutannahmestelle)

Bitte möglichst KEIN Auto mitbringen, da keine Parkplätze vorhanden. Wer unbedingt mit dem Auto kommen muss, kann nicht direkt am Veranstaltungsort parken, sondern wird in Neuried suchen müssen. Ein kurzer Fußmarsch sollte daher eingeplant werden.

Zu Fuß/Rad von der U-Bahn-Station: Man muss nicht an der Hauptstraße entlanggehen, sondern kann über ruhigere Straßen gehen/radeln.

Verkauf von Essen und Getränken oder Wasser ist dort leider nicht möglich.

Danach lassen wir den Tag im Forsthaus Kasten ausklingen. Von dort gibt es auf Wunsch einen Bustransfer zurück nach Neuried.

Sei dabei und setz mit uns ein Zeichen für den Erhalt unserer Wälder für die Zukunft!

Stadtrat Germering einstimmig gegen Kiesabbau im Planegger Holz – tolle Demo vor dem Rathaus

Der Stadtrat Germering hat sich in seiner Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren soeben einstimmig gegen Kahlschlag und Kiesabbau im Planegger Holz/Dickwiese ausgesprochen.

Die Stadträte verschiedener Coleur, die sich dazu äußerten, fanden deutliche Worte – für den Wald. Nach 5 Minuten war die Sache vorbei – die Stimmungslage war eindeutig.

Ein buntes Spalier für die Germeringer Stadträte: Bürger für Walderhalt statt Kahlschlag und Kiesabbau

Es war nur ein erster Schritt und es ist ja noch kein Genehmigungsverfahren, aber wenn sich die anderen Gemeinden vom Votum des so wichtigen Nachbarn Germering inspirieren ließen, wäre das ein wichtiger Beitrag, auch in psychologischer Hinsicht.

Ein großes Dankeschön geht an die ca. 50 Demonstranten, darunter viele Mütter mit Kindern, die die schöne Demo mit tollen Schildern gestaltet haben. Und sogar die jüngeren Kinder haben schon tolle Sprechchöre drauf.

Und ein Dank an Steffi Gauderer vom Bund Naturschutz Germering für die schnelle, perfekte Organisation!

Umweltausschuss GRÄFELFING am Do 11.7. lehnt Kiesabbau in Planegger Holz/Dickwiese (leider nur 5:3) – Gemeinderat dazu am 23.7.

11.07.2019 Gräfelfing: Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten und Umweltfragen:
Vorlage der Verwaltung gegen Abholzung und Auskiesung mit 5 : 3 Stimmen angenommen. Heißt: Die Mehrheit will, dass der Wald stehen bleibt.

Den Wald erhalten wollen:
Uta Wüst (IGG, Bürgermeisterin)
Mathias Pollok (IGG)
franz Lang (SPD)
Jörg Scholler (FDP)
Joachim Bender (Grüne)

Den Wald für Kiesabbau opfern wollen:
Petra Schmid (CSU)
Thomas Heidenreich (CSU)
Günter Roll (Bürgerverein)

Am Di. 23.7. beschließt dann noch der komplette Gemeinderat über die Gräfelfinger Stellungnahme.

Schreiben Sie Gemeinde oder Gemeinderäten vorab, wie Sie zu dem Thema stehen.

Gemeinde Gräfelfing
Frau Bürgermeisterin Uta Wüst
Ruffiniallee 2
82166 Gräfelfing
Telefon 089 / 85 82 – 0
rathaus@graefelfing.bayern.de

Hier finden Sie eine Liste der Gemeinderäte mit E-Mail-Adressen.

[Unterlagen zum ROV auf der Webseite der Regierung von Oberbayern hier ansehen]

MM: Droht Verlagerung des Glück-Kieswerks ins Planegger Holz?

Der Münchner Merkur berichtet am 24.6.2019, in einer Pressemitteilung werfe der Gräfelfinger SPD-Ortsverband der Firma Glück vor, die Mehrheit des Gräfelfinger Gemeinderats „hinters Licht geführt“ zu haben. Die Glück-Geschäftsleitung habe in Aussicht gestellt, das Kieswerk aufgrund der Entfernung zwischen der bestehenden Anlage und dem potenziellen Abbaugebiet im Kreuzlinger Forst in dessen Nähe zu verlegen. Was heißt das im Klartext? Es ist zu befürchten, dass unser schöner Wald im Planegger Holz spätestens nach der Kiesausbeute zum Industriegebiet mit Bauwerken und noch stärkerem Verkehr werden könnte! [Link zum Artikel]