Wald erhalten statt Kiesabbau!

Die Zerstörung von wertvollem Bann- und Erholungswald im Würmtal geht weiter. Kiesgruben fressen sich in den Forst Kasten. 42 ha (ca. 59 Fußballfelder) sind dort gefährdet. Auch das Planegger Holz (‚Dickwiese‘) ist im Visier der Kiesindustrie (zunächst 24 ha = ca. 33 Fußballfelder). Der Wald im ganzen Land kämpft ums Überleben – und da soll eine Kiesfirma über 60ha bei München zerstören dürfen? Die Abwägung ‚Wald oder Bau-Boom?‘ muss zugunsten des Waldes ausgehen!

In unserem Wald vermutet: Seltene Haselmaus (© BUND/Ralf Meyer)

Bürger aus dem Würmtal, Germering, München und der ganzen Region setzen sich für den Erhalt unserer Waldgebiete ein. Möchten auch Sie helfen?

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Unterzeichnen Sie zusätzlich bei OpenPetition oder hier auf dieser Seite (rechts unten unter dem Seitenmenü) die ONLINE-PETITION ‚Würmtaler Wald erhalten‘ .

Hier finden Sie Informationen zum Kiesabbau.

Hier finden Sie Argumente, die das aktuell von der Fa. Glück im Würmtal verteilte Flugblatt widerlegen.

Das Raumordnungsverfahren zum Planegger Holz bei der Regierung von Oberbayern dauert ca. bis Jahresende. Spricht sich diese gegen den Wald aus, folgt das Genehmigungsverfahren. Im Forst Kasten entscheidet sich im Herbst, ob die Waldbesitzerin (Städt. Stiftung) der Firma Glück oder jemand anderem den Wald zur Auskiesung überlässt oder ob der Wald bleibt. Falls Sie den Beteiligten Ihre Meinung dazu schreiben möchten, finden Sie die Adressen hier.

Schreiben Sie Landrat Göbel, dem Chef der Genehmigungsbehörde für beide Gebiete. Hier finden Sie Kontakt und Mail-Adresse.

Gefährdete Fläche Planegger Holz: die blau gefärbte Raute zwischen Germering, Gräfelfing und Planegg
Nicht weit entfernt: Klosterwald Maria Eich mit Methusalem-Eichen und bedrohten Urzeit-Käfern
Zerstörter Forst Kasten 2019: Eine Schneise klafft zwischen Krailling, Neuried, Planegg und München. Bis hier wieder richtiger Wald steht, vergehen Jahrzehnte! Das droht nun auch dem Planegger Holz.
Historische Entwicklung der Kiesgrube Forst Kasten von Nord nach Süd. Hellblau: Ausgekiest alte Genehmigung. Gelb: Aktuell bestehende Genehmigung, großteils wiederverfüllt. Schwarz: Aktuell in Arbeit. Grau: Geplanter nächster Schritt. Lila: Planegger Gemeindegrenze

Do. 12.9. Gemeinderat PLANEGG lehnt Kiesabbau im Planegger Holz ebenfalls ab

Der Planegger Gemeinderat hat am Donnerstag, 12.9., eine ablehnende Stellungnahme zur Rodung von 24,4 Hektar Wald für Kiesabbau im Planegger Holz (‚Dickwiese‘) an die Regierung von Oberbayern beschlossen.

Bericht Münchner Merkur hier

Die Entscheidung fiel einstimmig aus (18:0), wobei einige Gemeinderäte verschiedener Fraktionen nicht anwesend waren und man daher nicht weiß, wie sie abgestimmt hätten. Der Grundstückseigentümer Baron von Hirsch ist selbst Gemeinderat (CSU), durfte aber nicht mitstimmen.

Es handelt sich um ein Raumordnungsverfahren, also eine Art Vorverfahren. Das eigentliche Genehmigungsverfahren folgt erst danach, falls das Raumordnungsverfahren zu dem Ergebnis kommt, dass Abholzung und Kiesabbau ‚raumverträglich‘ sind (was nicht der Fall ist, aber man weiß ja nie, wie die Behörden entscheiden).

Die Firma Glück war mit einer großen Abordnung an Mitarbeitern anwesend. Letztlich half diese Präsenz aber nichts, denn die naturschutz- und planungsrechtlichen Argumente gegen die Abholzung (z.B. der 3-fache Schutz als Bannwald, Landschaftsschutzgebiet und Regionaler Grünzug, den man nicht einfach ignorieren kann) sind einfach nicht zu widerlegen.

Hier finden Sie eine Liste der Planegger Gemeinderäte.

Gelungener Beitrag über unseren Wald auf Muenchen.tv

Der Lokalsender Muenchen.tv hat am 5.9.2019 einen interessanten Beitrag ausgestrahlt mit Interviews zu unserem Wald und dem drohenden Kiesabbau:

https://www.muenchen.tv/mediathek/video/der-wald-der-heilig-geist-stiftung-bei-neuried-bleibt-umkaempft/

Erfreulich die Aussage des Münchner Stadtratsmitglieds Christian Müller (SPD) zu dem kürzlich gestellten Antrag seiner Fraktion auf Prüfung, ob es rechtlich möglich sei, den Wald der Heiliggeistspitalstiftung der Stadt München im Forst Kasten nicht für Kiesabbau sondern weiterhin für Holzwirtschaft zu nutzen.

Roland Zeilbeck und Malwina Andrassy von Wald-Neuried-erhalten wurden ebenso interviewt wie Herbert Stepp vom Grünzug-Netzwerk Würmtal.

Simon Tangerding von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald betonte, dass viele Tier- und Pflanzenarten natürliche Bodenstrukturen benötigen. Nach Auskiesung und Wiederverfüllung können diese Arten diese Waldflächen nicht mehr besiedeln (d.h. fehlen dort).

Forst Kasten wird Thema im Stadtrat München – Oktober, spätestens November 2019

Wie der Münchner Merkur am 04.09.2019 berichtet, soll sich der Stadtrat München voraussichtlich im Oktober, spätestens jedoch im November mit der beantragten Abholzung für Kiesabbau im Forst Kasten befassen. Der Artikel ist leider nicht im Internet erhältlich.
Das Sozialreferat habe an die Bürgerinitiative Neuried zur Förderung des Umweltschutzes, kurz BIN, geschrieben. Darin heißt es, dass das Sozialreferat aufgrund des Antrags der SPD-Stadtratsfraktion ‚Forstwirtschaft statt Kiesabbau‘ mit der Prüfung beauftragt sei, ‚ob es möglich ist, von der derzeit anstehenden Vergabe eines 9,5 Hektar großen Stiftungsgrundstücks zum Zwecke des Kiesabbaus im Forst Kasten Abstand zu nehmen und auch künftig keine weiteren Kiesabbauplanungen zu verfolgen‘.

Inserat + Briefvorlage von Bürgerinitiative Kreuzwinkel (Planegg/Gräfelfing) für Regierung von Oberbayern

Herr Philipp Pollems aus Kreuzwinkel unterstützt uns sehr. Er schaltet 2x ein ganzseitiges Inserat für den Erhalt des Planegger Holzes im Würmtaler Amtsblatt ‚Info‘, siehe hier: Inserat_Poll_FARBE_05-09-2019-und-12-09-2019_Informationsdienst

Außerdem hat er eine Briefvorlage erarbeitet, mit der Sie die Regierung von Oberbayern auffordern können, sich gegen die Abholzung des Planegger Holzes (Dickwiese) für Kiesabbau auszusprechen. Sie brauchen Sie nur entweder auf Ihren Computer herunterzuladen oder auf Papier auszudrucken, Ihre Absender-Adresse und Ihre Unterschrift zu ergänzen, und dann können Sie den Brief abschicken. Siehe hier: Briefvorlage_Poll_RegObb_FINAL

Do. 12.9. um 19.15 Uhr GEMEINDERAT PLANEGG Stellungnahme zum Planegger Holz – bitte hingehen!

Am Donnerstag, 12.9., um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Pasingerstr. 8 beschließt der Planegger Gemeinderat über seine Stellungnahme zur Abholzung des Planegger Holzes (ca. 25 Hektar) für Kiesabbau durch die Gräfelfinger Fa. Glück im Rahmen des Raumordnungsverfahrens bei der Regierung von Oberbayern.

Das eigentliche Genehmigungsverfahren folgt erst danach, falls das Raumordnungsverfahren zu dem Ergebnis kommt, dass Abholzung und Kiesabbau ‚raumverträglich‘ sind (was nicht der Fall ist, aber man weiß ja nie, wie die Behörden entscheiden).

Der Grundstückseigentümer Baron von Hirsch ist selbst Gemeinderat (CSU), darf aber nicht mitstimmen.

Hier finden Sie eine Liste der Gemeinderäte, falls Sie vorher noch einem oder mehreren Ihre Meinung dazu schreiben möchten.

Wieder ein Erfolg: Ca. 100 Besucher bei Waldspaziergang mit Greenpeace im Forst Kasten

Volker Oppermann (im Hintergrund, Bildmitte, beige-farbenes T-Shirt) erklärte der ersten von zwei teilnehmenden Gruppen Wissenswertes zum Wald.

Wieder eine gut besuchte Aktion für unseren Wald:

Ca. 100 Teilnehmer aus dem ganzen Würmtal und aus München fanden sich am Sonntag, 11.8., zum Waldspaziergang der Bürgerinitiative Wald Neuried erhalten im Forst Kasten ein. Waldexperte Volker Oppermann, Pressesprecherin und Waldexpertin Marina Gühlke und Biologin Aurelia Strauß, alle drei von Greenpeace, erklärten den Wald, seine Funktionen, Baumarten, Symptome für den Zustand der einzelnen Bäume und vieles mehr.

Auch privat anwesende Forstleute, die die Würmtaler Wälder gut kennen, fanden die Führung und die Vorträge fachlich korrekt und ausgewogen präsentiert. Was will man mehr?

Abseits der Hauptwege ergaben sich interessante Fragen und Perspektiven.

Ausgangspunkt war die Bushaltestelle Dr. Rehm-Straße des Busses 261 Ecke Gautinger Straße, in der Nähe des Parkplatz Waldkindergarten / Grüngutnanahmestelle Gautinger Str. 53 (Ortsausgang Neuried Richtung Gauting). Von dort ging es durch den Wald über verschiedene ‚Erklärstationen‘ zur Wiederaufforstung, zur Kiesgrube und zum Schluss für die, die noch einkehren wollten, weiter bis zum Forsthaus Kasten.

Ausgangspunkt siehe Karte hier

Einladungsflyer als pdf-Datei hier

Gutachten des Bundes Naturschutz zum Raumordnungsverfahren Planegger Holz (Dickwiese)

Zwei der Stellungnahmen im Zusammenhang mit dem ROV sind für uns zugänglich und dürfen veröffentlicht werden. Beide sind vom Bund Naturschutz (BN).

Alle anderen Stellungnahmen, z.B. von Gemeinden oder der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt, werden unter Verschluss gehalten und erst mit der Landesplanerischen Beurteilung am Ende des Verfahrens bekanntgegeben.

Beide BN-Gutachter haben sich den Wald persönlich angeschaut. Klingt selbstverständlich, ist es aber leider nicht.

Hier die Stellungnahme des Gutachters des Bundes Naturschutz Kreisgruppe München, Dr. Rudolf Nützel:

BN-Kreisgruppe-Muenchen-Nuetzel_ROV-Dickwiese-end

Hier die Stellungnahme des Bundes Naturschutz Germering:

Stellungnahme-BundNaturschutz_Stadtrat-Germering_02-07-2019_STA02072019TOP6oeff_Ablehnend

OFFENER BRIEF Grünzug-Netzwerk an Regierungsdirektor Winter (Regierung von Obb.): Zum Handlanger des Kiesunternehmens gemacht?

Am Montag, 22.7., hat Regierungsdirektor Gerhard Winter, Regionsbeauftragter der Regierung von Oberbayern, einen Offenen Brief des Grünzug-Netzwerks Würmtal e.V. (GNW) bekommen zum Raumordnungsverfahren (ROV) im Planegger Holz/Dickwiese, einer Vorstufe des eigentlichen Genehmigungsverfahrens für den Kahlschlag samt Kiesabbau, in deren Rahmen momentan Gemeinden und verschiedene Organisationen und Institutionen Stellungnahmen abgeben konnten.

GNW spricht seine Enttäuschung aus über die befürwortende Stellungnahme Winters und begründet, warum diese mit der Regionalplanung überhaupt nicht vereinbar ist.

Mit dem Brief verbindet GNW die Hoffnung, dass Winter doch noch seinen Einfluss geltend macht, damit die landesplanerische Beurteilung im ROV mit einer Ablehnung abgeschlossen wird oder – sofern es, was wir nicht hoffen wollen, danach auch noch zu einem Genehmigungsverfahren kommt – sich in diesem gegen den Kiesabbau ausspricht.

Hier Offenen Brief lesen (und gern weiterverteilen)

Gemeinderäte KRAILLING+GRÄFELFING lehnen in ihrer Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren den Kiesabbau im Planegger Holz ab

Ergebnis KRAILLING: Der Kraillinger Gemeinderat ist am Dienstag, 23.7., einstimmig dem Vorschlag der Kraillinger Verwaltung gefolgt, sich im Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern GEGEN den Kiesabbau im Planegger Holz auszusprechen.

In Krailling galt eine Fristverlängerung zunächst bis 9. August. Die ursprüngliche Frist bis 17.7. war neben Krailling auch Planegg zu knapp, wo sich der Gemeinderat am Donnerstag, 12.9., mit dem Thema befasst.

Ergebnis GRÄFELFING: Der Gräfelfinger Gemeinderat ist, ebenfalls am Dienstag, 23.7., der Gräfelfinger Verwaltungsvorlage gefolgt, sich im Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern GEGEN den Kiesabbau im Planegger Holz auszusprechen.
Am Ende stimmte der Gemeinderat mit 14:6 für die ablehnende Stellungnahme.

Gegen die ablehnende Stellungnahme, also FÜR den Kiesabbau auch im Planegger Holz, votierten der Bürgerverein (1) sowie vier CSU-Gemeinderäte, wobei der zweite Gemeinderat des Bürgervereins (Dr. Reichert) nicht im Raum war.

Der Gemeinderat Gräfelfing hat die Hoffnung, dass nicht im Planegger Holz, sondern im Forst Kasten weiter Wald gerodet und Kies abgebaut wird – was wiederum die dort betroffenen Bürger Neurieds unbedingt verhindern wollen.

Krailling und Gräfelfing sind Nachbarn des Planegger Holzes (Dickwiese) und als solche berechtigt, sich zu äußern. Die jeweiligen Bürger, aber natürlich auch alle Würmtaler und andere, können sich – unabhängig von diesem offiziellen Verfahren – natürlich jederzeit unverbindlich schriftlich oder mündlich an die Gemeinde oder einzelne Gemeinderäte wenden, um ihre Meinung kundzutun.

Hier finden Sie eine Liste der Kraillinger Gemeinderäte mit Mailadressen.

Hier finden Sie eine Liste der Gräfelfinger Gemeinderäte mit Mailadressen.

[Unterlagen zum ROV auf der Webseite der Regierung von Oberbayern hier ansehen]

Der GERMERINGER Stadtrat hat am Dienstag, 2.7., im Rathaus Germering über die Stellungnahme beschlossen, die die Stadt im Namen des Raumordnungsverfahrens (ROV) zum geplanten Kiesabbau der Fa. Glück im Planegger Holz abgeben wird: Es wurde eine klare Ablehnung des Kahlschlags für den Kiesabbau.

Bis So., 7.7., lagen die Unterlagen zum ROV im Rathaus PLANEGG aus. Die Frist, bis zu der der Gemeinderat das Planegger Holz behandelt, läuft für Planegg zwar erst im September aus, aber je früher sich die Bürger äußern und je mehr das tun, desto besser ist es. An die Gemeinderäte kann man sich natürlich auch außerhalb dieses Verfahrens mündlich wie schriftlich wenden. [Bekanntmachung der Gemeinde zur Auslegung]

ca. 200 Zuhörer beim Info-Abend Kupferhaus Planegg: „Was kann ich tun, damit unser Wald bleibt?“

Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass kein Kahlschlag für Kiesabbau stattfindet?
Antworten auf diese Frage erhielten am 17.7. im Planegger Kupferhaus knapp 200 Zuhörer aus dem ganzen Würmtal, Germering und München, die trotz des schönen Wetters bereit waren, den Abend mit Waldrodung und Kiesabbau zu verbringen.

Dr. Herbert Stepp vom Grünzug-Netzwerk Würmtal e.V. erläuterte den Sachstand und die planerische und rechtlichen Hintergründe. [Vortrag hier klicken]

Koordinatorin Astrid Pfeiffer berichtete, was die Bürgerinitiative Rettet den Würmtaler Wald bisher auf die Beine gestellt hat und was für die Zukunft geplant ist.
[Vortrag hier klicken]

Fachliche Fragen zum Wald beantwortete als Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald der Geschäftsführer des Landesverbands Bayern, Simon Tangerding, sowie Volker Oppermann von Greenpeace München.

AUFSICHTSBESCHWERDE FORST KASTEN BZGL. STIFTUNGSSATZUNG
Hier das angesprochene MUSTER-ANSCHREIBEN von Georg Schuhmann aus Großhadern (wer eine solche Beschwerde einlegen möchte, kann den Text nutzen):

Aufsichtsbeschwerde an die Regierung von Oberbayern wg. Verstoßes gegen die Stifungssatzung durch die Stadt München im Forst Kasten:

Muster_Aufsichtsbeschwerde-Stiftung-ForstKasten_Schuhmann

v.l. Astrid Pfeiffer, Moderator Joachim Bender, Simon Tangerding (SDW), Volker Oppermann (Greenpeace), Dr. Herbert Stepp (Grünzug-Netzwerk)
Volker Oppermann aprach über die Bedeutung der Münchner Wälder für das Stadtklima
Kupferhaus gut gefüllt