Zukunft: Kiesabbau nur in waldfreien Gebieten!

50 Jahre Kahlschlag und Kiesabbau im Würmtal sind genug. Wir Würmtaler haben über Jahrzehnte massiv zur Rohstoffversorgung Münchens beigetragen. Wir können ein ruhiges Gewissen haben, wenn wir fordern: Kiesabbau ab sofort nur noch in waldfreiem Gebiet!
Rund um München gibt es hunderte Hektar Brach- und Ackerland, weit entfernt von Ortschaften, aber nah genug an Münchens Baustellen. Sie wären nur für kurze Zeit der Landwirtschaft entzogen – im Gegensatz zum Wald, der Jahrzehnte braucht, um nachzuwachsen. Diese waldfreien Flächen ermöglichen regionalen Kiesabbau mit kurzen Fahrwegen und den Einsatz mobiler Verarbeitungsanlagen. Die Fa. Glück besitzt mehrere Kieswerke rund um München, etwa Xaver Riebel oder Mühlhauser. Im Bundesanzeiger (Suchbegriffe Kies Glück) kann man die Konzernstruktur nachlesen. Man müsste sich die Mühe machen, entsprechende Flächen zu akquirieren, anstatt auf unsere klimarelevanten Wälder zurückzugreifen, weil das für den Unternehmer bequemer ist.

Sicht vom Süd-Ende der Grube auf Höhe Krailling bis München. Mindestens 30 ha Schneise, über Jahre gewachsen, wo früher unser Wald war. Liebe Münchner Stadträte: Wollen Sie das wirklich fortsetzen? Das ist unsere Heimat – und Ihr Bann- und Klimawald!

In anderen Regionen Südbayerns ist Kiesabbau auf Brach- und Ackerland die Regel. Wir haben alle Regionalpläne durchgeschaut. Diese Regionen haben viele kleinere Gruben, während wir diese riesige Schneise mitten im Bannwald Forst Kasten akzeptieren sollen.

42 Hektar (ca. 59 Fußballfelder) sind im Forst Kasten aktuell gefährdet. Im Planegger Holz (‚Dickwiese‘) waren zunächst 24 Hektar (ca. 33 Fußballfelder) geplant, also zusammen 66 Hektar! Am 2.12.2019 hat die Firma Glück den Antrag für die Dickwiese aus strategischen Gründen vorerst zurückgezogen. Nun geht es für die Bürger des Würmtals, Münchens und der ganzen Region darum, Forst Kasten zu retten!

Am 12.12. entscheidet sich, ob die Waldbesitzerin (Städt. Stiftung) der Fa. Glück oder jemand anderem die Auskiesung von weiteren 9,5 Hektar erlaubt oder ob der Wald bleibt.

Eine von vielen schützenswerten Tierarten: die seltene Haselmaus (© BUND/Ralf Meyer)

Möchten auch Sie helfen? Klicken Sie rechts im Menü auf ‚Aktiv werden‘! Sammeln Sie Unterschriften (WÜRMTAL-APPELL 2019 Sammlung bis 2020, Stand 2. Dez. stolze 13.000 Unterschriften). Unterzeichnen Sie zusätzlich die ONLINE-PETITION ‚Würmtaler Wald erhalten‘.
Schreiben Sie Landrat Göbel (Chef der Genehmigungsbehörde) sowie Münchens Oberbürgermeister Reiter oder Ministerpräsident Söder!

Gefährdete Fläche Planegger Holz: die blau gefärbte Raute zwischen Germering, Gräfelfing und Planegg
Nicht weit entfernt: Klosterwald Maria Eich mit Methusalem-Eichen und bedrohten Urzeit-Käfern
Zerstörter Forst Kasten 2019: Eine Schneise klafft zwischen Krailling, Neuried, Planegg und München. Bis hier wieder richtiger Wald steht, vergehen Jahrzehnte! Das droht nun auch dem Planegger Holz.
Historie Abbau Forst Kasten Nord –> Süd: Hellblau: Ausgekiest u. verfüllt alte Genehmigung. Gelb: Aktuell genutzte Genehmigung, teils wiederverfüllt. Schwarz: in Arbeit. Grau: geplant. Lila: Planegger Gemeindegrenze